Munisa Kholkhujaeva
Munisa Kholkhujaeva ist eine multidisziplinäre Künstlerin mit Sitz in Taschkent, die mit textilen Praktiken, Zeichnung, Installation, performativen Formaten und deren dynamischen Überschneidungen arbeitet. Ihre aktuelle Praxis umfasst zudem experimentelle Arbeiten mit Metall und Keramik. Ihre künstlerische Forschung versteht sie als einen Weg, die Welt, ihre Lebensformen und die Mechanismen ihrer Wechselwirkungen zu erfassen. Biologische und existenzielle Zyklen, dezentralisierte Modelle des Zusammenlebens sowie Formen des Seins, die über eine ausschließlich menschliche Perspektive hinausgehen, sind in ihren Projekten durchgehend präsent.
Die kollaborative Praxis stellt eine wesentliche Dimension von Kholkhujaevas künstlerischer Forschung dar. In dialogischer Zusammenarbeit mit anderen Künstler:innen, Kurator:innen und Kollektiven untersucht sie gemeinsame Formen von Autor*innenschaft, kollektive Produktionsweisen und relationale Formen kreativer Praxis. Dieser Ansatz spiegelt sich in ihrer Beteiligung an zahlreichen internationalen und regionalen Projekten wider, darunter ihre Zusammenarbeit mit dem zentralasiatischen Forschungskollektiv DAVRA und Saodat Ismailova für die documenta 15 in Kassel, ihre Mitwirkung an der Bukhara Biennale sowie Projekte, die im Rahmen des Usbekischen Pavillons bei der Architekturbiennale von Venedig 2021 entwickelt wurden, neben weiteren institutionellen Plattformen.
"Ich fühle mich zu Widersprüchen und zu komplexen, chaotischen Rhythmen hingezogen, die ihre eigene Form von Ordnung in sich tragen. Meine Rolle als Künstlerin besteht darin, als Vermittlerin zwischen der Idee und dem Betrachter zu fungieren und beiden treu zu bleiben."