Saule Suleimenova

Saule Suleimenova wurde 1970 in Almaty, Kasachstan, geboren. 1996 schloss sie ihr Studium an der Kazakh Leading Academy of Architecture and Civil Engineering mit einem Abschluss in Architectural Environment Design ab – eine Ausbildung, die ihre anhaltende Sensibilität für Struktur, räumliche Logik und kompositorische Ordnung prägte. Während der späten sowjetischen und frühen postsowjetischen Zeit war sie aktiv in der lokalen Underground-Kunstszene engagiert und nahm zwischen 1988 und 1990 an Treffen und Ausstellungen der Gruppe „Green Triangle“ teil, bevor sie später der Association of Young Artists of Kazakhstan beitrat.

Suleimenovas Arbeitsprozess ist durch Dauer, Wiederholung und ein anhaltendes physisches Engagement mit Bild und Oberfläche geprägt. Die Künstlerin passt ihre Methoden kontinuierlich an, um auf sich wandelnde soziale und politische Kontexte zu reagieren. Ihr prozessuales Engagement reicht über das Atelier hinaus in den öffentlichen Raum hinein, durch großformatige Installationen und partizipative Projekte, in denen das Schaffen zu einem gemeinsamen Akt wird. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Zentralasien, Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika präsentiert, darunter auch innerhalb bedeutender internationaler Formate wie Biennalen, Museumsausstellungen und Programme für Kunst im öffentlichen Raum. In diesen Kontexten bleibt Suleimenovas Praxis reaktionsfähig und wird von Unmittelbarkeit, Beobachtung und einem fortlaufenden Dialog mit der gelebten Realität geprägt.


Saule Suleimenova's profile image

"Wenn man mich fragt, ob ich zu etwas eine politische Haltung habe, sage ich: Ich habe Gefühle, ich habe einen tiefen, schrecklichen Schmerz, und ich möchte ihn vermitteln, ihn teilen, weil ich glaube, dass ich nicht die Einzige bin, die diesen Schmerz empfindet."

Ausgewählte Arbeiten